Max M.
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HÄNDE WEG! MANGELHAFTE LEISTUNGEN!
Habe hier bedauerlicherweise vor rund einem Jahr an einem Fiat Ducato herumzangeln lassen – anders kann man diesen Pfusch nicht bezeichnen. Und es wurden gleich 2-fach absolut mangelhafte Leistung erbracht.
1) Irgendeine Hochdruckdüse war defekt, sodass mir irgendwann im Motorraum der Diesel mit Hochdruck um die Ohren gespritzt ist. Interessanterweise trat dieser Mangel erst auf, nachdem ich kurz zuvor dort schon was anderes reparieren ließ, das auch mit Düsen oder Ventilen zu tun hatte. Das wurde „repariert“ – und zwar so, dass ich kurze Zeit darauf mitten in Italien eine Panne hatte, bei der wieder der Diesel unkontrolliert aus dem Ventil spritzte. Der ÖAMTC-Mann war erstaunt ob des Pfuschs. Es wurde einfach mit einem Isolierband (!) das Gewinde abgedichtet. Und das bei über 200 bar Druck. Nach langem Hin und Her wurde mir dann das passende Teil (ich bestand auf das Original-Teil) eingebaut. Irgendein Wort des Bedauerns? Fehlanzeige (wahrscheinlich liegts daran, dass das bei denen häufiger vorkommt, weshalb sie nicht mehr aus dem Bedauern rauskämen...)
2) Neue Bremsen vorne. Der „Meister“ meinte ´noch im Brustton der Überzeugung, nur Bosch-Bremsen einzubauen, alles andere könne er nicht verantworten. Jedenfalls waren sofort nach dem Einbau beim Reversieren massive Schergeräusche zu hören. Noch traumatisiert vom ersten Pfusch ließ ich es dabei bewenden und hoffte, dass das mit der Zeit verschwinden würde. Tat es auch. Aber das dicke Ende ließ nicht auf sich warten. 1 Jahr danach bei meiner §57a-Überprüfung in einem seriösen Betrieb wurde da ein massiver Mangel festgestellt, der in diesem Zeitraum von einem Jahr nie auftauchen dürfte (es sei denn, es wurde gepfuscht). Die Räder blockierten und als der Meister (diesmal einer, der diesen Namen verdient) alles öffnete, stellte sich heraus, dass die Bremsen trocken verbaut wurden (also ohne notwendige Teflon-Paste). Ich wendete mich also wieder an Ostermann. Irgendein Wort des Bedauerns? Fehlanzeige. Nur ein pampiges „ was woisn Sie von mir nach 14 Monaten?“.
Was war der Grund? Beide Reparaturen wurden von einem Lehrling ausgeführt, der offenbar unfähig war. Der Chef nahm höchstwahrscheinlich einfach nur die fertige Arbeit halbherzig ab (in die Bremsen konnte er ohnehin nicht mehr reinschauen) – und gut is. Kohle kassieren, die Qualität ist egal.
Und das ist leider das Hauptproblem bei den meisten KFZ-Werkstätten, so auch hier: Sie können dir alles reindrucken. Minderwertige Produkte zu Premium-Preisen, weit mehr Arbeitszeit als tatsächlich gebraucht wurde, Chef-Stundensätze für Lehrlings-Arbeit. Die kriegen den Hals nicht voll, Profitgier und schlechte Arbeit auf der ganzen Linie.